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Geschichte

„DAS WISSEN UM DIE WIRKUNGSWEISEN DER ARZNEIEN, UND DIE EIGENSCHAFT, Menschen helfen zu wollen, zeichnet einen guten Apotheker aus.“

Heute wie damals wird der Inhalt jeder Flasche BORGMANN1772 per Hand angesetzt. Hinter dieser aufwendigen Herstellung steht ein Qualitätsanspruch, den der Genießer bereits beim ersten Schluck erleben kann. Denn sobald sich die Kräuteressenzen im Mund entfalten und ihr Aroma abgeben, versteht man, warum BORGMANN1772 heute immer noch so besonders ist. Es ist der Geschmack, der BORGMANN1772 so unverwechselbar macht. Der aufwendige Produktionsprozess selbst nimmt allein ganze zehn Tage in Anspruch. Die Substanz muss nach Vermischung von Alkohol und Kräutern ruhen, wird dann immer wieder angewärmt damit sich die feinen Kräuteressenzen entfalten. Diese sammeln anschliessend nach und nach langsam am Boden des Kanisters.

Die historische Ladentheke

Nach weiteren 25 Jahren wechselnder Eigentumsverhältnisse erteilt der Herzog dem neuen Besitzer Arend Jacob Wabst am 30. April 1772 erneut das herzögliche Privileg.

Bevor der Kräuterlikör in den Verkauf geht, durchläuft BORGMANN1772 verschiedene Stationen. Nach der sogenannten Reife wird die Spirituose gefiltert, in Kleinstchargen abgefüllt und geprüft, um dann versiegelt und verpackt in den selektiven Verkauf zu gehen.

Die Menge und Konzentration der Kräuter ist entscheidend für den ausgewogenen Geschmack von BORGMANN1772.

Obwohl die Rezeptur und das Herstellungsverfahren stets mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wurden, bleibt die Qualität bis heute unverändert. Der Unterschied zu industriell hergestellten Spirituosen ist sofort zu schmecken. Diesen Unterschied bemerkten auch die beiden Söhne Jan und Hendrik Borgmann und in ihrem Freundeskreis wuchs bald das Interesse für die Spirituose der Familie.

Das 600 Jahre alte Haus der jetzigen Hof-Apotheke, Schuhstraße 4 in Braunschweig, hieß im Mittelalter „to dem roden Crutze“, welches so viel bedeutet, wie „Zum roten Kreuz“. Das Eigentümerverzeichnis der heutigen Hof-Apotheke geht zurück bis in das Jahr 1409 und bereits 1670 wurde in dem Gebäude in der heutigen Braunschweiger Innenstadt eine wilde Apotheke betrieben.

Da damals eine Vielzahl von wilden Apotheken, so genannten „Kräuterbuden“ und „Winkelapotheken“, existierten, bat der damalige Apothekenbesitzer Julius Mumme den Herzog August Wilhelm von Braunschweig-Wolfenbüttel, seine Apotheke zur privilegierten Voll- Apotheke zu erheben.

„So haben wir seinem (J. Mumme) untertänigsten Suchen gnädigst geruht, ihn zu unsres Fürstlichen Hofes anderen Apothekern allhierzu Braunschweig angenommen und ihm verstattet, dass er nebst den übrigen grossen Apotheken auch die dritte einrichte.“

(Offener Brief vom 06. Juni 1720, von Herzog August Wilhelm und Graf Dehn unterzeichnet.)

1720 wird dieser Bitte nachgegeben und die Hofapotheke darf sich erstmals „privilegiert“ nennen. Diese Auszeichnung galt vorerst für 25 Jahre und erhob die Apotheke zur dritten dieser Art im Gebiet Braunschweig-Wolfenbüttel. Damit verbunden war nicht nur das Privileg, den Hof beliefern zu dürfen, es beinhaltete auch Steuervergünstigungen, freie Zölle, und es zog einen Konkurrenz- bzw. Gebietsschutz sowie ein unbedingtes Qualitätsversprechen mit sich, dem sich Mumme verpflichtete.

Nach einigen frühen Todesfällen der Besitzer sowie wechselnden Eigentümern und Administratoren, kommt es gegen Ende der 25-jährigen Frist zum Wegfall des Privilegs. Der damalige Besitzer hatte den Zeitpunkt der Verlängerung schlicht vergessen. Nach weiteren 25 Jahren wechselnder Eigentumsverhältnisse erteilt der Herzog dem neuen Besitzer Arend Jacob Wabst am 30. April 1772 erneut das herzögliche Privileg.

Wabst darf nun wieder den Herzog und dessen Hof mit Medikamenten und Arzneien beliefern. Der Name Hof-Apotheke etabliert sich unter anderem auch dank eines weiteren geschäftstüchtigen Besitzers, der bereits um 1830 Mineralwasser herstellt und dieses im benachbarten Kurgarten ausschenkt. 1876 bis 1912 war die Apotheke unter der Leitung der Familie Diesing. 1912 wurde die Hof-Apotheke von dem Apotheker Adolf Geffert, einem Vorfahren der Familie Borgmann, gekauft. 1945 erfolgte die Übernahme durch Elisabeth Retzmann und 1974 pachtete ihre Tochter Doris Lambrecht die Hof-Apotheke. Seit der Heirat mit dem Apotheker Wolfgang Borgmann im Jahre 1976 steht die Apotheke unter der gemeinsamen Leitung des Ehepaars.